Simulation: Zerfall von Wasserstoffperoxid am Katalysator
Wie beschleunigt ein Katalysator den Zerfall von Wasserstoffperoxid?
Teilchensimulation – Zerfall von Wasserstoffperoxid in wässriger Lösung
Reaktionsgleichung: 2 H2O2(aq) 2 H2O(l) + O2(g) Füge einen Katalysator hinzu, um den Zerfall zu beschleunigen.
Teilchenzahl Atome
H—
O—
gesamt—
Teilchenzahl Moleküle
H2O2—
H2O—
O2—
gesamt—
Reaktion
Stoffumsatz—
2 H2O2(aq) 2 H2O(l) + O2(g)
Aufgaben
1 / 30
Was ist Wasserstoffperoxid?
Wasserstoffperoxid (H2O2) ist eine Verbindung aus Wasserstoff und
Sauerstoff. Es ist instabil und zerfällt langsam zu Wasser (H2O) und Sauerstoff
(O2). In wässriger Lösung – daher das Kürzel „(aq)“
– wird es z. B. als Desinfektionsmittel verwendet.
Was macht der Katalysator?
Ohne Hilfe läuft der Zerfall sehr langsam ab: Die Aktivierungsenergie
ist zu hoch. Ein Katalysator wie Platin senkt diese Energieschwelle. Dazu
lagern sich H2O2-Moleküle an der Platin-Oberfläche an
(Adsorption). Sitzen zwei Moleküle auf benachbarten Plätzen, werden
ihre Atome dort neu geordnet (Umgruppierung), und es lösen sich Wasser
und Sauerstoff wieder ab (Desorption). So läuft die Reaktion viel
schneller.
Wird der Katalysator verbraucht?
Nein. Der Katalysator geht aus der Reaktion unverändert wieder hervor: Die Zahl der
Platin-Atome bleibt gleich. Bei der Reaktion selbst geht kein Atom verloren – die Atome
werden nur neu zusammengesetzt (Erhalt der Masse). Der entstehende Sauerstoff
entweicht allerdings als Gas nach oben und ist dann nicht mehr in der Lösung.
Wo begegnet uns das im Alltag?
Im Körper übernimmt das Enzym Katalase dieselbe Aufgabe und
schützt Zellen vor schädlichem H2O2. Im Labor nutzt man oft
Braunstein (Mangan(IV)-oxid, MnO2). Tröpfelt man Wasserstoffperoxid auf eine
Wunde, schäumt es – die Katalase im Gewebe setzt sofort Sauerstoff frei.