Simulation: Massenerhalt bei chemischen Reaktionen („Boyle-Versuch“)
Umgruppierung von Atomen: Die Masse bleibt erhalten!
Teilchensimulation – Verbrennung von Kohlenstoff
C(s) + O2(g) → CO2(g)
Erhöhe die Temperatur, um die Reaktion zu aktivieren.
Gesamtmasse im Gefäß
—
g
Im Gefäß
Sauerstoff-Moleküle—
Stickstoff-Moleküle—
Kohlenstoffdioxid-Moleküle—
Kohlenstoff-Atome im Gitter—
Atome insgesamt
Kohlenstoff-Atome (C)—
Sauerstoff-Atome (O)—
C(s) + O2(g) → CO2(g)
Aufgaben
1 / 30
Was besagt der Massenerhalt?
Bei einer chemischen Reaktion bleibt die Gesamtmasse aller beteiligten Stoffe gleich: Die
Masse der Edukte ist genauso groß wie die Masse der Produkte. Der Grund liegt auf der
Teilchenebene – es werden keine Atome erzeugt oder vernichtet, sie werden nur
umgruppiert.
Die Verbrennung von Kohlenstoff
Kohlenstoff (C) verbrennt mit Sauerstoff (O2) zu Kohlenstoffdioxid (CO2).
Bei hoher Temperatur startet die Reaktion: Die Kohlenstoff-Atome aus dem Gitter verbinden sich
mit Sauerstoff-Molekülen zu CO2-Molekülen. Die Gesamtzahl der Atome in der Anzeige bleibt dabei
konstant.
Geschlossenes Gefäß
Im geschlossenen Gefäß kann nichts entweichen. Das entstehende Kohlenstoffdioxid bleibt
im Gefäß – die angezeigte Gesamtmasse bleibt unverändert. Genau das ist
der Massenerhalt, wie man ihn auf einer Waage messen würde.
Offenes Gefäß – ein scheinbarer Widerspruch
Im offenen Gefäß entweicht das gasförmige Kohlenstoffdioxid nach oben. Auf einer
Waage sähe es so aus, als ob Masse verschwindet. Tatsächlich ist sie
aber nicht verloren – sie hat nur das Gefäß als Gas verlassen. Zählt man
das entwichene Gas mit, stimmt die Masse wieder. Das erklärt, warum man früher dachte,
bei Verbrennungen ginge Masse verloren.
Geschichte: von Boyle zu Lavoisier
Der Name „Boyle-Versuch“ erinnert an Robert Boyle, der im
17. Jahrhundert Metalle in zugeschmolzenen Glaskolben erhitzte. Er öffnete die Kolben
aber vor dem Wägen – dabei strömte Luft ein, und er fand eine nur
scheinbare Massenzunahme, die er falsch deutete. Erst
Antoine Laurent de Lavoisier wog um 1789 im durchgehend
geschlossenen System und zeigte: Die Gesamtmasse bleibt bei einer chemischen Reaktion
gleich. Damit begründete er den Massenerhaltungssatz –
„Nichts geht verloren, nichts entsteht neu, alles verwandelt sich.“