Ionisierungsenergien den Elektronen der Atomhülle zuordnen
Ionisierungsenergien und Energiestufen
Energiestufenmodell
Ionisierungsenergien
Energieachse
Aufgaben
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Die Ionisierungsenergie ist die Energie, die aufgewendet
werden muss, um ein Elektron aus der Atomhülle zu entfernen. Die Angabe
bezieht sich auf ein Mol Teilchen, daher die Einheit kJ/mol.
Die erste Ionisierungsenergie gehört zum ungeladenen Atom; dabei entsteht ein
einfach positiv geladenes Ion. Jede weitere Abspaltung erfolgt aus dem Ion, das bei der
vorigen Abspaltung entstanden ist. Die Kernladung ändert sich dabei nicht, aber es
sind weniger Elektronen vorhanden, die sich gegenseitig abstoßen. Jedes verbleibende
Elektron wird deshalb fester gehalten, und die Werte steigen von Ionisierung zu Ionisierung
durchweg an.
Die sprunghaften Anstiege
Der Anstieg verläuft nicht gleichmäßig. An bestimmten Stellen steigt der
Wert stark an. Dort wird zum ersten Mal ein Elektron aus einer niedrigeren
Energiestufe abgespalten, weil die nächsthöhere Energiestufe leer
geworden ist. Elektronen niedrigerer Energiestufen werden stärker festgehalten.
Der erste dieser sprunghaften Anstiege liegt genau hinter den Ionisierungsenergien
der Valenzelektronen, der Elektronen der höchsten besetzten Energiestufe.
Beim Magnesium-Atom betragen die ersten beiden Werte 740 und 1450 kJ/mol, der dritte dagegen
7730 kJ/mol – das 5,3-fache des zweiten. Genau zwei Elektronen ließen sich
vergleichsweise leicht abspalten – und genau zwei Elektronen hat das Magnesium-Atom auf
seiner höchsten besetzten Energiestufe.
Die Lage des ersten sprunghaften Anstiegs gibt damit die Zahl der Valenzelektronen an
– und daraus folgt die Hauptgruppe (Ausnahme: das Helium-Atom mit zwei Valenzelektronen
steht in der VIII. Hauptgruppe).
Die Zahlenwerte
Die Werte sind auf 10 kJ/mol gerundet, ab 10 000 kJ/mol auf drei geltende Ziffern.
In linearer Darstellung sind sehr kleine Werte neben sehr großen nicht mehr ablesbar:
Beim Kalium-Atom ist die neunzehnte Ionisierungsenergie das 1133-fache der ersten
(476 000 gegenüber 420 kJ/mol). Dafür steht die
logarithmische Skala zur Verfügung: Dort entspricht jede Linie dem
Zehnfachen, und die sprunghaften Anstiege treten deutlich hervor.
Quelle der Werte
Kramida, A., Ralchenko, Yu., Reader, J. und NIST ASD Team:
NIST Atomic Spectra Database (Fassung 5.12). National Institute of Standards and
Technology, Gaithersburg MD, abgerufen am 15.10.2026. Die dort angegebenen Werte in
Elektronenvolt wurden mit dem Faktor 96,485 kJ/(mol · eV) umgerechnet.