Wähle eine Verbindung, ein Oxidationsmittel und einen Schritt. Gezeigt werden Edukt, Produkt,
die Oxidationszahl des C-Atoms der funktionellen Gruppe und die Beobachtung am Oxidationsmittel.
Primäre Alkanole
Sekundäre Alkanole
Tertiäre Alkanole
Alkanone (Ketone)
Alkanale (Aldehyde)
Oxidationsmittel
Aufgaben
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Oxidierbarkeit organischer Verbindungen
Ob sich ein Alkanol (Alkohol) oxidieren lässt, entscheidet das C-Atom, das die Hydroxygruppe trägt.
Bei der Oxidation gibt dieses C-Atom ein H-Atom ab, die Hydroxygruppe ihr H-Atom. Beide H-Atome nimmt das Oxidationsmittel
auf; mit Kupfer(II)-oxid entsteht dabei Wasser. Das C-Atom gibt bei der Oxidation Elektronen ab; seine Oxidationszahl steigt um zwei.
Primäre, sekundäre und tertiäre Alkanole
Primäre Alkanole (–CH2OH) werden in zwei Schritten oxidiert: zuerst zum
Alkanal (Aldehyd, –CHO), dann zur Alkansäure (–COOH). Beim Ethanol steigt die
Oxidationszahl des C-Atoms von −I über +I auf +III. Sekundäre Alkanole werden zum
Alkanon (Keton) oxidiert, die Oxidationszahl steigt von 0 auf +II. Beim Alkanon ist Schluss: Das C-Atom der
Carbonylgruppe trägt kein H-Atom mehr, und eine C–C-Bindung spalten diese Oxidationsmittel nicht.
Bei tertiären Alkanolen trägt das C-Atom mit der Hydroxygruppe kein H-Atom; sie werden von diesen Oxidationsmitteln nicht oxidiert.
Oxidationsmittel und Beobachtung
Kupfer(II)-oxid, Dichromat und Permanganat sind milde Oxidationsmittel: Sie oxidieren Alkanole und Alkanale,
aber keine Alkanone und keine tertiären Alkanole. Oxidierbar sind diese trotzdem, zum Beispiel beim Verbrennen mit Sauerstoff.
Das Oxidationsmittel wird bei der Reaktion reduziert. Daran erkennt man, dass eine Oxidation stattgefunden hat:
Kupfer(II)-oxid, erhitzt: Das schwarze Kupfer(II)-oxid wird zu rotem Kupfer, Cu2+ → Cu.
Kaliumdichromat in saurer Lösung: Die orange Lösung wird grün, Cr2O72− → Cr3+.
Kaliumpermanganat in neutraler Lösung: Die violette Lösung entfärbt sich, und es fällt brauner Braunstein aus, MnO4− → MnO2.
Fehling-Probe und Tollens-Probe
Beide Proben weisen Alkanale nach. Ag+- und Cu2+-Ionen sind schwache Oxidationsmittel:
Sie oxidieren Alkanale zu Alkansäuren, Alkanole und Alkanone dagegen nicht. Bei der Tollens-Probe werden
Ag+-Ionen zu Silber reduziert, das sich als Silberspiegel an der Glaswand abscheidet. Bei der
Fehling-Probe werden Cu2+-Ionen zu Cu+-Ionen reduziert; es fällt rostrotes Kupfer(I)-oxid aus.
Auch einige andere Stoffe reagieren positiv, zum Beispiel Fructose und Methansäure.
Merkhilfe
Entscheidend ist immer ein H-Atom am C-Atom der funktionellen Gruppe: Trägt es eines, kann das Molekül mit diesen
Oxidationsmitteln oxidiert werden. Alkanale tragen dieses H-Atom noch, Alkanone und tertiäre Alkanole nicht.